Mal ein moderneres Zitat

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“Diskutiere nie mit jemandem, dessen Fernseher größer ist, als sein Bücherregal.”

von: Emilia Clarke

(Emilia Isobel Euphemia Rose Clarke: geb. 1986, britische Schauspielerin)

Anmerkung: Dieses Zitat ist natürlich weit verbreitet und es ist nicht belegt, dass Emilia Clarke die erste mit dieser Aussage war. Dennoch gilt sie weitestgehend als “Ursprung”. Außerdem ist sie eine tolle Schauspielerin.

Nun müssen erstmal Probleme gelöst werden

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Tja, zumindest wird das versucht im dritten Band der Hipster-Märchen-Reihe von Nina Mackay. In “Rapunzel und die Genmais-Protestbewegung” sind die Hexen zum Teil auf der Seite der Guten, ist der Teufel ein Internet-Hit, ist ein Mettigel Rapunzels neues Haustier und das alles führt… wohin denn nun?

Auweia, Red stellt sich richtig blöde an, Rapunzel löst zwar eine Situation, aber dafür eskaliert es an anderer Stelle gewaltig. Soviel Gewalt hätte ich dieser Reihe gar nicht zugetraut.
Die Reihe bleibt sehr unterhaltsam und sogar spannend und definitiv kurzweilig. Einen Nobelpreis wird man wohl nicht gewinnen und man muss auch nicht viel nachdenken. Wenn wir aber ganz ehrlich mit uns sind, dann tut uns eine kleine Denkpause auch mal ganz gut. Und nach dem Lesen dieser Bücher habe ich immer bessere Laune als zuvor.
Hut ab, denn die Autorin hat es wieder geschafft, dass ich direkt so neugierig auf das nächste Buch wurde, dass ich es mir schon bestellt habe. Ein Glück, dass es den vierten Band schon gibt. Ich möchte mehr davon haben.

Eine klitzekleine Kritik habe ich aber doch. Bücher werden nach ihrem Äußeren bewertet und gekauft. Niemand liest das ganze Buch und bezahlt danach. Ärgerlich ist, wenn es schon (mindestens) 3 Fehler im Klappentext gibt. Vielleicht kann man sowas ja in einer kommenden Ausgabe korrigieren.
Ich habe versucht, alle Fehler in meinem Beitrag zu überschreiben; solltet ihr dennoch etwas finden, bitte ich um Anmerkung eurerseits und danke im Voraus.

Klappentext: N. Mackay – Rapunzel und die Genmais-Protestbewegung

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” “Spieglein, hast du unser WLAN in ´Netzwerkfehler´ umbenannt, um die Zombies loszuwerden?”

RED HAT EIN PROBLEM.
Ever ist tot und Jaz ist fort.
Ganz im Gegenteil zur zombifizierten Bevölkerung des Märchenwalds, die mit der Büchse der Pandora in Kontakt kam und Rapunzel dafür zur Verantwortung ziehen will. Und dann wären da noch die Dreizehnte Fee, die Hexe Bane und Prinzessin Jasemin, die allesamt (und jeweils) Rache an Red und ihrer Gang geschworen haben. Glücklicherweise haben Red und Rapunzel da einen Plan.
Also fast.
Beinahe jedenfalls.
Dank Spieglein sind immerhin schnell vier Möglichkeiten identifiziert, wie man Ever aus seinem tödlichen Schlaf zurückholen könnte. Was das genau mit Youtube-Challanges, Genmais, einem Mettigel sowie der Goldenen Gans und ihrer Flohtox-Drogenküche zu tun hat? Außerdem bliebe da noch die Frage, wie man das Verlorene Kind zurückbekommt. Vielleicht kann da der sagenumwobene achte Zwerg helfen?
Red und Rapunzel haben da, wie gesagt, beinahe einen Plan!

Band 3 der Hipster-Märchen Reihe”

Großen Männern solche Fragen stellen

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In “Was Männer nie gefragt werden” stellt Fränzi Kühne, selber erfolgreiche Unternehmerin, diversen Männern aus Politik, Musik, Wirtschaft und Presse einige Fragen, die ihr selbst – als Frau – in Interviews gestellt werden und versucht herauszufinden, warum so viele Unterschiede zwischen Männern und Frauen gemacht werden.

Tatsächlich regt dieses Buch sehr zum Denken an. Viele der angesprochenen Dinge sind einem gar nicht bewusst, aber begegnen einem regelmäßig. Das Buch ist auch super geschrieben, flüssig, charmant und angemessen humorvoll. Alle Interview-Partner werden vorgestellt, so dass man deren Antworten auch entsprechend in das Gesamtgeschehen einordnen kann. Die Autorin stellt klar, dass im Buch ihre Sicht und Wahrnehmung beschrieben ist und keine Lösung oder Antwort auf die Frage der Gleichberechtigung. Ich finde es auch gut, dass hier nicht die Gleichberechtigung der Frau gefordert wird, sondern eben dargestellt, welche Unterschiede sich in der Berufswelt finden und dass es umgekehrt auch für Männer Nachteile gibt. Denn sind wir mal ehrlich: eine echte Gleichberechtigung funktioniert nur in beide Richtungen.

Meine persönliche Wahrnehmung ist eine ähnliche. Mein Mann und ich arbeiten in der gleichen Position in der selben Firma. Unsere “Chefs” haben mich nach der Geburt unserer Tochter in weniger Projekte gesteckt und versucht, Dienstreisen zu reduzieren. Daraufhin habe ich um ein Gespräch gebeten, weil es mich sehr geärgert hat. Die Begründung lautete: “Du bist jetzt Mutter, da müssen wir Rücksicht auf dich nehmen.” Ich habe klargestellt, dass es unsere Aufgabe als Eltern ist, zu schauen, dass wir Zeit für unsere Tochter haben und zu organisieren, wer sie wann abholt etc. Dabei bin ich auf wenig Verständnis gestoßen, denn man habe in der Firma eben andere Erfahrungen gemacht mit Jungeltern. Dann habe ich gefragt, ob sie meinem Mann denn auch gesagt hätten, dass sie jetzt auf ihn Rücksicht nehmen müssten, weil er ja jetzt Vater sei, und ob sie ihm auch die Projekte entsprechend auswählen. Damit bin ich auf betretenes Schweigen gestoßen (übrigens “durfte” mein Mann zu der Zeit mind. 4 Tage in der Woche auf Dienstreise). Also muss ich wohl leider sagen, dass die Thematik mitten aus dem Leben gegriffen und alltäglich ist.

Zwar hat Fränzi Kühne bereits Beiträge für verschiedene Bücher zugearbeitet, doch dies ist ihr erstes eigenes Buch und erschien erst dieses Jahr (2021). Ich gebe hiermit eine unbedingte Lese-Empfehlung an alle Geschlechter ab, denn das Buch liest sich ganz schnell weg und greift eine vieldiskutierte Thematik auf einer ganz neuen Ebene auf. Mir gefiel es sehr!

Klappentext: F. Kühne – Was Männer nie gefragt werden

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Ich frage trotzdem mal.

“FRAGEN, DIE DIE MÄNNERWELT AUF DEN KOPF STELLEN

´Herr Maas, Sie tragen meist Anzug und Krawatte – das ist Standard in Ihrem Umfeld, oder?´
´Mussten Sie sich zwischen Kindern und Ihrem Start-up entscheiden, Herr Zeiler?´

Warum klingen diese Fragen seltsam?
Weil sie sonst nur Frauen gestellt werden.

Ich habe das wieder und wieder erfahren, als ich jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands wurde. Aber statt mich zu ärgern, habe ich mir einen Spaß gemacht und den Spieß einfach umgedreht: Jetzt stelle ich Männern all die Fragen, mit denen ich sonst konfrontiert werde. Das Ergebnis hat mich überrascht. Aber lesen Sie selbst…

´Fränzi hat mich eingeschüchtert, verunsichert und beleidigt. Bis ich verstanden habe, dass ihr exakt diese Fragen gestellt wurden. Unfassbar.´ Fynn Kliemann”