Die Farben in uns

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In “Daliahs Garten” von Fabiola Turan geht es um ein junges Mädchen, das mit seiner Familie gezwungen ist umzuziehen, als deren Arbeitgeber verstirbt. Vorher haben sie in einem Schloss mit wunderschönem Garten gelebt und nun in einer Wohnung im Inneren der Stadt, wo Daliahs Eltern einen Blumenladen eröffnen. Das alles ist schon schlimm genug für Daliah, doch zusätzlich sieht sie unerklärlicherweise die Auren der Menschen und kann mittels der Farben ihre Stimmung wahrnehmen, so wie auch die Auren der Pflanzen, weswegen sie sich so gern im Schlossgarten aufhielt. Der Sohn der neuen Bewohner freundet sich mit ihr an, hat aber das große Problem, dass sich sein Vater von einem Tag auf den anderen komplett verändert hat und plötzlich den wunderschönen Schlossgarten in einen Golfplatz umbauen lassen will. Was ist da bloß los? Und wer ist die unheimlich Frau im verbotenen Garten? Wohin führt der Brunnen aus dem verbotenen Garten, der im Inneren eine Wendeltreppe hat? Viele Fragen, deren Antworten leider auch Gefahren bergen.

Das Buch würde ich dem Übergang vom Kind zum Jugendlichen zuordnen, ein Alter von 10-12 Jahren erscheint mir als passend. Es werden die typischen Probleme mit den Eltern, in der Schule und mit den ersten Gefühlen thematisiert. Die Geschichte rund um Daliahs Gabe und die andere Welt verpackt all das in ein wunderschönes weiches Bett, liebevoll ausformuliert, allerdings wohl eher für Mädchen geeignet, auch wenn durch Rahim eine Jungenhauptfigur das Buch eben auch für Jungs reizvoll macht. Ich muss gestehen, dass die Geschichte so gut ausgebaut und beschrieben ist, dass man beginnt, die echte Welt um das Buch herum auch so bunt sehen zu wollen und man sich riesig freut, wenn ein Sonnenstrahl herausbricht und plötzlich alles ein bisschen strahlender erscheinen lässt. Das Buch lässt einen träumen. Das war auch mal schön und wohltuend.
Gleichzeitig ist die Geschichte spannend und das Böse aus der anderen Welt ist gleichzeitig gruselig und sehr überraschend. Ein Glück, dass Daliah nicht alleine kämpfen muss.

Die Autorin heißt eigentlich Fabiola Nonn. Sie hat bereits verschiedene Kinderbücher und von 2016 bis 2017 die vierteilige Jugendbuchreihe Calypso unter diesem Namen veröffentlicht. Nun startet sie dieses Jahr als Fabiola Turan mit Daliahs Garten, was durchaus Potential für Folgebände bietet. Lassen wir uns überraschen.

Klappentext: F. Turan – Daliahs Garten

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Das Geheimnis des grünen Nachtfeuers

“Ein Feuerwerk aus Farben – das sieht Daliah, wenn sie andere anschaut. Sie nimmt Gefühle als bunten Schimmer in der Luft wahr und diese Gabe zeigt ihr auch verborgene Kreaturen. Doch in deren Welt lauert Gefahr!

Was ist das nur für ein geheimnisvolles Licht, das im verbotenen Garten von Schloss Lilienfels sein Unwesen treibt? Daliah und Rahim sind die Einzigen, die das grüne Nachtfeuer sehen können. Und als sie der Erscheinung folgen, beginnt ein unglaubliches Abenteuer: Ihnen offenbart sich eine Welt, die aller Gefühle beraubt ist. Daliah und Rahim fürchten, dass auch die Menschen nicht mehr sicher sind. Aber bei dem Versuch, beide Welten zu retten, spielt die Zeit gegen sie…”

T. Hochmuth – Träum schön, Lilli

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Klappentext:

“Lilli, Mali und Matze sind drei Puppenkinder und wohnen in Monas Kinderzimmer. Und pssst! Mit Mona teilen sie ein Geheimnis: Wenn kein Erwachsener dabei ist, werden sie lebendig!

Mona hat von ihrer Mama ein ganz besonderes Geschenk bekommen – ein Traumreisekissen. Damit fliegen die Puppenkinder Lilli, Mali und Matze nachts in verwunschene Welten und erleben dort wundersame Abenteuer mit ihren Freunden. Bis sie am Morgen sicher zurück in Monas Kinderzimmer landen. Acht zauberhafte Einschlafgeschichten aus der bunten Welt der Little Friends zum Vorlesen und Träumen.”

Ach, war das niedlich. Sogar dem Papa, der am Abend immer Vorlesedienst hat, haben die Geschichten gefallen. Zumindest die meisten. Im Prinzip werden viele Geschichten in einer erzählt und helfen der kleinen Mona über die Zeit der Dienstreise von Mama hinweg. Schön erzählt und ganz viele Themen (Räuberhühner, Feen, Piraten, Mondschafe….) werden hier angesprochen, somit ist auch die Vielfalt in den Worten gegeben. Die Bilder von Maria Bogade passen super, sind hübsch eingepasst und generell sehr niedlich (wie ihr ja seht).

M. Ende – Momo

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oder “Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte”

Klappentext

“Momo, ein kleines struppiges Mädchen, lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hört Menschen zu und schenkt ihnen Zeit. Doch eines Tages rückt das gespenstische Heer der grauen Herren in die Stadt ein. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist die Einzige, die der dunklen Macht der Zeitdiebe noch Einhalt gebieten kann …”

Ein kleines Mädchen, dass allen beibringt, den Wert von kleinen Dingen zu schätzen und mit wenig glücklich und zufrieden ist. Ich persönlich bin vor allem ein Fan von Kassiopeia, der Schildkröte, was aber vermutlich vor allem an der Trickfilm-Serie liegt.
Ganz prinzipiell eine sehr niedliche und liebevolle Geschichte, die durch ihre Details an Leben gewinnt. Ein Geschenk für kleine Herzen, anregend für kleine Köpfe.

Der Nachtrag zu den Osterbüchern

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Wie ihr es von mir kennt, möchte ich euch nicht vorenthalten, welche Bücher es zu Ostern gab. Ich muss gestehen, dass meine Ausbeute relativ gering war (vor allem im Vergleich zum Töchterchen).

Mein Buch:

mal wieder ein Fitzek, ein Geschenk das immer geht!

Die Bücher des Töchterchens:

Also… ich bin ein bisschen neidisch, finde aber mein Buch tatsächlich spannender! (Anmerkung: eines der Bücher kommt vom elterlichen Osterhasen.)

E. Kästner – Don Quichotte

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Klappentext:

“Don Quichotte wäre für sein Leben gern ein Ritter gewesen, so richtig mit blitzender Rüstung, Lanze, Schwert und einem feurigen Hengst. Und obwohl es schon lange keine Ritter mehr gibt, macht er sich mit seinem dürren Gaul Rosinante und seinem treuen Diener Sancho Pansa auf, Königreiche und die Dame seines Herzens zu erobern, und kämpft dabei gegen Windmühlen, Weinschläuche und den Zauberer Malambruno.

Erich Kästner hat die Geschichten des abenteuerlustigen Ritters ohne Furcht und Tadel neu erzählt und diesem so unzeitgemäßen Mann ein zeitloses Denkmal gesetzt.”

Ich muss gestehen, dass “Don Quichotte” eines meiner liebsten Kästner-Bücher war. Ein lustiger gutherziger Mann, der zum Teil ganz sinnlose Sachen macht und unterschiedlich gut bewältigt, und das ganze kinderfreundlich und unterhaltsam geschrieben. Das habe ich sogar als “Große” gelegentlich noch gelesen.