Klappentext: N. Sceatcher – Als das Leben mich aufgab

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“ALS DAS LEBEN MICH AUFGAB, WAR ICH 16 JAHRE ALT UND TRUG KEINE SCHUHE…

Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.”

Ein Banküberfall, eine Geiselnahme, viele Geschichten.

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Und jede kleine Geschichte vom Polizisten oder der Geisel oder der Psychologin führt in “Eine ganz dumme Idee” von Fredrik Backman zum Finale und ist Bestandteil des “Großen Ganzen”.
In der Geschichte geht es um einen verzweifelten Elternteil, der Angst um seine Töchter hat und versucht eine Bank auszurauben, was aber misslingt. Als Folge flieht der nun Fast-Bankräuber und gerät bewaffnet in eine Wohnungsbesichtigung, woraufhin eben jene Wohnungsinteressenten nun seine Geiseln sind. Der Auftakt in eine lustige Verstrickung von Zufällen.

Die Geschichte liest sich, wie ein Film – eine Komödie – aus dem Norden wirkt. Es ist lustig auf diese ganz bestimmte Art, die ich leider nicht zu beschreiben vermag. Aber es ist nichts zum lauthals loslachen. Faszinierend ist die Verstrickung der einzelnen Charaktere und das Spiel der Reaktion auf verschiedene Handlungen, Aussagen und Situationen. Bei dem Buch frage ich mich, ob hinten angefangen wurde zu schreiben und man die einzelnen Fäden dann herausgefitzt hat, um einen Anfang zu bekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sagen würde, dass mir das Buch super gefällt, aber ist definitiv faszinierend. Auch, weil mit der Thematik Selbstmord mal ganz anders umgegangen wird. Hier wird die Frage gestellt, wer alles in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn eine Person den letzten Schritt geht; welche Auswirkungen das hat.
Kurz: super konstruiert, interessanter Stil, unterhaltsam.

Hier auch mal das Cover in Farbe:

Der Autor Fredrik Backman ist Schwede und schreibt seit 2012 Bücher. Er gilt als einer von Schwedens erfolgreichsten Autoren. Dieses Buch erschien 2021.

Unser große Kätzchen findet das Buch toll:

Klappentext: F. Backman – Eine ganz dumme Idee

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“Eine Kleinstadt in Schweden, kurz vor dem Jahreswechsel: An einem grauen Tag findet sich eine Gruppe von Fremden zu einer Wohnungsbesichtigung zusammen. Sie alle stehen an einem Wendepunkt, sie alle wollen einen Neuanfang wagen. Doch dieser Neuanfang verläuft turbulenter als gedacht. Denn wegen der ziemlich dummen Idee eines stümperhaften Bankräubers werden auf einmal alle Beteiligten zu Geiseln. Auch wenn davon niemand überraschter ist als der Geiselnehmer selbst. Es folgt ein Tag voller verrückter Wendungen und ungeahnter Ereignisse, der die Pläne aller auf den Kopf stellt – und ihnen zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist…”

Ein verrücktes Experiment mit außergewöhnlichen Folgen

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“Lucy” ist ein Werk von Laurence Gonzales und beschreibt die Geschichte eines jungen Mädchens, dass nur auf Grund eines Experiments überhaupt existiert. Als sie nach dem Tod ihres Vaters in die Großstadt kommt, versucht sie ihr Geheimnis zunächst für sich zu behalten, doch leider funktioniert das nicht auf Dauer. Nun, wo jeder weiß, wer und was sie ist, wird sie verfolgt. Es braucht einen Plan, sich selbst zu schützen. Wird er funktionieren?

Dieses Buch der Kategorie ´Roman´ zuzuordnen wird dem Werk eigentlich nicht gerecht. Eigentlich ist es Science Fiction und Krimi und Roman in einem. Als ich eine Freundin fragte, welche Bücher sie mir empfehlen könne, kam die Antwort “Oh Gott, mir fällt nichts ein. Lucy vielleicht”. Ja gut. Vielleicht ist eine digitale Nachricht per Smartphone auch nicht der richtige Weg, um die Leute zum Nachdenken zu bewegen. Ein paar Wochen danach bekam ich dieses Buch geliehen (ohne Nachfrage). Und ich muss gestehen, dass man manchmal nicht nur auf Cover und Klappentext, sondern auf die Empfehlungen seiner Freunde hören sollte. Das Buch ist fantastisch. Es ist unglaublich mitreißend und empathisch. Das Experiment ist gleichzeitig beeindruckend und erschreckend. Die Darstellungen davon, wie Lucy ihren Weg macht und was ihr geschieht, leisten alles, was man sich von einem Buch wünschen kann. Ich habe Freude, Trauer, Angst, Wut, Sorge, Hoffnung, Aufregung und Genugtuung mit der Geschichte erlebt. Sehr empfehlenswert (aktuell aber nicht druck- bzw. lieferbar, ggf. gebraucht zu erwerben).

Lucy scheint das einzige auf deutsch übersetzte Buch des Autoren zu sein und erschien 2011.

Klappentext: L. Gonzales – Lucy

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Sie sieht aus wie wir.
Sie spricht wie wir.
Aber sie ist nicht so wie wir…

“Was heißt es eigentlich, ein Mensch zu sein?

Die atemberaubende Geschichte eines jungen Mädchens, das anders ist als alle anderen. Lucy ist entschlossen, ihren eigenen Weg zu finden. Doch wird ihre Umgebung das zulassen? Denn Lucy trägt ein Geheimnis in sich, das die Welt verändern könnte…”

Bevor sie gehen kann, muss sie ihre Geschichte erzählen

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2 Frauen – 2 Schicksale – 1 toller Roman – von hochdramatisch über tieftraurig und aufregend bis hin zu liebevoll ist alles dabei. Sonja Roos schreibt in “Der Windhof” von den tragischen Erlebnissen zweier Frauen und deren Folgen auf das Leben. Die Hauptfigur hat sich selbst verloren, nachdem ihr Mann gestorben ist. Nun ist sie gezwungen, auf ihre Großmutter aufzupassen, vor der sie Angst hat. Doch als Mel die Lebensgeschichte und Ratschläge ihrer Oma hört, fängt sie an, ihr Leben wieder aufzubauen. Zum Glück hilft dabei der attraktive Arzt ihrer Großmutter. Doch jede Annäherung an den Arzt löst bei ihr Panik und Trauer über den Verlust ihres Mannes aus. Wie lange erträgt der junge Landarzt dieses Hin und Her?

Als ich über den Verlag an diesen Roman kam, hatte ich zwei Gedanken: “Lustig, im Westerwald wohnen meine Mutter und Stiefvater. Vielleicht erkenne ich etwas wieder.” und “Ach Gott, schon wieder ein klassischer Liebesroman.”
Was soll ich sagen? Ich wurde überrascht. Den Westerwald erkennt man in den Beschreibungen deutlich wieder, aber ich weiß nicht, welcher Ort Vorbild für den Roman war. Und der Roman selber ist ´ne Wucht. Die historischen Rückblicke von Oma Lene sind so unfassbar erschreckend bildhaft, dass man sich zurückversetzt fühlt und mit ihr alles durchmacht und jede Erfahrung teilt. Und sie hat einiges durchgemacht. Was haben wir es heute gut. Auch die Liebesgeschichte rund um die junge Witwe Mel entwickelt sich auf eine nachvollziehbare Art und ist nicht einfach schnulzig, sondern gut und schön geschrieben, mit ausreichenden Spannungsmomenten und Zwickmühlen, trotz der klassischen Romanze. Das Buch ist definitiv empfehlenswert.

Sonja Roos veröffentlicht dieses Jahr (2021) mit “Der Windhof” ihr zweites Buch. Bereits 2019 erschien “Für immer und ein Vierteljahr”, wobei die Geschichten in sich abgeschlossen und nicht einander zugehörig sind. Tatsächlich bin ich geneigt, mir den anderen Titel auch zu holen.